Olympiastadion

Die Aus- und Umbaumaßnahmen des denkmalgeschützten Olympiastadions in Berlin beinhalteten unter anderem eine Absenkung des Spielfeldes um 2,65 m, den Neubau des Unterringes, den Bau einer vollständigen Überdachung des Stadions sowie den Neubau der Aufwärmhalle und einer Tiefgarage neben dem Stadion. Zudem wurden die Ehrentribünen umgebaut und das Marathontor neu errichtet.

Im Rahmen der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am und im Olympiastadium erfolgten Baugrunduntersuchungen sowie eine umfassende Beratung in Fragen der Geotechnik und beim Umgang mit Gefahrstoffen. Das als Stahlbetonskelettbau in den 30er Jahren gebaute Olympiastadion wurde auf dem Grundriss des vorherigen Deutschen Stadions errichtet und steht unter Denkmalschutz. Zudem erwiesen sich Abbruch und Entsorgung der hoch mit PCB und Chlorparaffinen beschichteten Stufen als besonders schwierig.

Ort 
Berlin
Auftraggeber/Bauherr 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin und seit Juli 2000 Walter Bau AG Projekt Olympiastadion Berlin
Zeitraum 
1999 - 2001
Leistungen 
  • Ausschreibung und Überwachung der geotechnischen Felduntersuchungen mit ca. 1.000 lfdm Rammsondierungen und ca. 550 lfdm Bohrungen
  • Geotechnische Laboruntersuchungen
  • Baugrundgutachten und Gründungsberatung einschließlich weiterführende Beratung während der Bauausführung
  • Abfalltechnische Beratung während der Bauausführung: Untersuchung von Abbruchmaterial und Boden, Gefährdungsabschätzung, Empfehlungen zur Entsorgung von schadstoffbelasteten Abbruchmaterialien und sonstigen Abfällen einschließlich Mitwirkung bei der Vergabe (insbesondere Belastung mit PCB, EOX und hier besonders Clorparaffin, PAK, Phenole, MKW, Asbest, KMF), Empfehlungen zum Arbeitsschutz
  • Stichpunktartige Erkundung der vorhandenen Fundamentgeometrien einschließlich der Dokumentation der Ergebnisse
  • FE-Modellierung des Olympiastadions und der neuen Dachstützen (ca. 11 MN/Stütze) für detaillierte Setzungsberechnungen
  • Geotechnische Beratung zu Baugrubensicherungsmaßnahmen