Autobahn A71 / Schmücke Tunnel

Im Zuge des Neubaus der Bundesautobahn A71 im Bereich zwischen dem AD Oberröblingen (BAB A38) und der AS Sömmerda (B176) wurden ca. 40 km Autobahn der BAB A71, 33 Autobahnbrücken, zehn Überführungsbauwerke sowie der 1,7 km lange, 2-röhrige Schmücketunnel errichtet. Die Trasse quert dabei als geotechnische Herausforderungen ein Subrosionsgebiet des Gipskeupers mit Erdfällen, die „Helmeaue“ mit mächtigen Weichschichten sowie zwei Altbergbaugebiete (tiefer Braunkohleabbau). Im Zuge der Herstellung des Schmücketunnels musste ferner fast die vollständige Trias vom „Unteren Keuper“ bis zum „Unteren Buntsandstein“ gequert werden. Dieser Gesteinsverband ist hier durch zahlreiche Störungen (nordwestliche Ausläufer der „Finne-Störung“) sowie stark wechselnde Gebirgsfestigkeiten und Grundwasserverhältnisse gekennzeichnet.

Ort 
BAB A71 – AS Heldrungen bis B85
Auftraggeber/Bauherr 
DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH für den Freistaat Thüringen
Zeitraum 
2002-2011
Leistungen 
  • Ausschreibung und Überwachung der Feldarbeiten mit Bohrteufen bis 100 m und umfangreichen Untersuchungen im Bohrloch (BAV, ETIPS, ABF, WD-Versuche)
  • Betreuung und Interpretation der geophysikalischen Untersuchungen (Tunnel und Erdfallgebiete)
  • Baugrunderkundung und Gründungsberatung für Strecke und Bauwerke
  • Ingenieurgeologisches Gutachten für den Tunnel
  • Geotechnische Beratung in der Vor- und Einreichphase
  • Betreuung und Auswertung von Langzeitpumpversuchen
  • Hydrogeologisches Gutachten für den Einflussbereich des Tunnels
  • Schwingungs- und Schallmessungen bei Sprengversuchen zur Ermittlung der Beeinträchtigung von Fledermaus-Winterquartieren durch Sprengungen im Tunnelvortrieb 
  • Gutachten zur Standsicherheit der Voreinschnitte und Portale des Tunnels
  • Prüfung der Standsicherheitsberechnung für die dauerhafte Böschungssicherung am Nordportal
  • Geotechnische Beratung und Überwachung während der Bauphasen Voreinschnitte und Böschungssicherung
  • Gutachten zur Wiederverwendung stark gipshaltiger Böden
  • Ergänzende Detailuntersuchungen im aktiven Erdfallgebiet mit
    • Luftbildauswertung
    • geophysikalische Messungen
    • Ausarbeitung möglicher Sicherungsvarianten
    • Entwurf zur Vorzugsvariante und Erstellung der zugehörigen Ausschreibungsunterlagen
  • Ergänzende Detailuntersuchungen im Bereich der Altbergbaugebiete mit
    • Schachtlokalisierung
    • Mitarbeit bei bergschadenkundlicher Gefährdungsanalyse
    • Risikoeinschätzung für die Verkehrsanlagen
  • Planung inkl. Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie Fachbauleitung für die Maßnahmen in den Altbergbaugebieten